MOHNMUSEUM

Schönheit und Gefahr sowie Segen und Fluch sind
in der Pflanze vereint. 

In unserem neu eingerichteten Mohnmuseum gibt es sehr
viel zu sehen:

Zwei kurze Filme geben unseren Besuchern einen guten Einblick in den Mohnanbau und deren Verarbeitung zu hochwertigen Mohnölen.

Die liebevoll eingerichtete Dauerausstellung ist ganzjährig
geöffnet – Sehenswertes Angebot für Reisegruppen!

Wir ersuchen Sie um Voranmeldung. (siehe Exkursionen)

Unsere Öffnungszeiten sind:
Montag - Samstag von 08:00 - 18:00 Uhr


Mohnmuseum am Mohnhof

 

Geschichte unseres Kulturmohns

Mohn – Die Geschichte eines besondernen Nahrungsmittel

Mohn ist eine Pflanze die uns Menschen schon sehr lange begleitet. Unser Kulturmohn ist eine Schlafmohnsorte (Papaver somniferum) der durch seine fettreichen und sehr nahrhaften Samen ein beliebtes Nahrungsmittel geworden ist.
Wegen der Vielzahl der Samenkörner galt der Mohn im Altertum als Symbol der Fruchtbarkeit, des Glücks und des Reichtums.
Schon bald entdeckten die Menschen auch die schmerzlindernde Wirkung des Milchsaftes.
Man vermutet, dass Schlaf-Mohn bereits in der Jungsteinzeit vor etwa 5000 Jahren feldmäßig angebaut wurde. Die ältesten Funde, die den Schlaf-Mohn als Begleiter des Menschen dokumentieren, stammen aus einem Zeitraum zwischen 3000 und 4000 Jahren vor Christus.
Man hat diese in Pfahlbausiedlungen des Schweizer Jura gefunden - Mohnsamen wurden dort auch als Grabbeigaben gefunden, daher nimmt man an, dass die Pflanze dort schon eine wichtige Rolle in der Ernährung und als Mittel zur Linderung von Schmerzen gespielt hat.
Bei den Assyrern in Mesopotamien war der Schlafmohn ebenfalls gut bekannt, dort trug er den Namen „Pflanze der Freude“. Einen ähnlich großen Bekanntheitsgrad hatte die Pflanze bei den Ägyptern, die Insel Zypern war damals ein Zentrum des Mohnhandels.
Im Altertum erfuhr Schlafmohn während den Hochkulturen besondere Wertschätzung.
In der griechischen Götterwelt ist Mohn immer wieder anzutreffen und auch bei den Römern wurde Mohn hoch geschätzt.
Mit den Römern kam der Schlafmohn als Nahrungs,- und Heilpflanze bis nach Mitteleuropa.Trotz der belegten Funde in der Jungsteinzeit kann man nicht mit Sicherheit sagen ob die Mohnpflanze durchgehend bis zur Eroberung durch die Römer kultiviert wurde.
Erst aus dem Mittelalter sind durch die Erfindung des Buchdruckes viele Kräuterbücher erhalten in denen die Mohnpflanze immer wieder zu finden ist.
Aus dem späten 18. bzw. 19. Jahrhundert sind erstmals Aufzeichnungen überliefert in denen verschiedene Mohnsorten beschrieben werden, darunter erstmals auch sehr viele Garten- und Ziermohnsorten. Man unterscheidet schon zwischen weißem, braunen und schwarzem Mohn, auch ein Hinweis auf Verwendung von Mohnöl als Lampenöl ist zu finden da es sehr viel weniger rußt als bisher verwendete Öle.


Opium – Segen oder Fluch

Neben der Verwendung des Mohnsamens als Nahrungsmittel wurde der getrocknete Milchsaft des Schlafmohnes auch schon sehr früh als
Heil-, Schlaf- und Betäubungsmittel verwendet.

Die Opiumgewinnung selbst erfolgt durch das  Ritzen der grünen Kapseln, der Milchsaft tritt aus und wird im getrockneten Zustand gesammelt. Rohopium weist sehr unterschiedliche Zusammensetzung auf, der wirksamste Bestandteil ist das Morphin mit einem Anteil von 10-12 Prozent, daneben sind noch weitere 20 Alkaloide enthalten.

Die Vor- und Nachteile des Opiums gehören sicher nicht hierher, es wurde auch die Suchtgefahr schon sehr früh erkannt.
Dem gegenüber steht natürlich die schmerzstillende Wirkung, so kann das Opium je nach Verwendung Segen oder Fluch sein.

 

Ernährungsphysiologische Bedeutung von Mohn

Eine Mohnkapsel enthält bis 5g nierenförmige Mohnsamen, das sind gezählte 5000 bis 6000 Stück. Der Samen ist farblich sehr variabel.
Je nach Sorte sind diese grau, weiß, blau, braun oder fast schwarz. Mohn von guter Qualität sollte der Sorte entsprechende einheitliche Farbe haben, braune unausgereifte Körner schmecken bitter, schwarze Körner (Grau- und Blaumohn) sind angeschlagen, das heißt das Öl ist ausgetreten und die Samen riechen und schmecken ranzig. Mohnsamen von guter Qualität soll gleichmäßig große Samenkörner und einen mohntypischen Geruch haben.
Der Ölgehalt der Samen ist hoch und erreicht Werte von über 45%. Die Hauptfettsäure ist die zweifach ungesättigte Linolsäure mit einem Anteil von über 70%.
Mohnsamen enthält daneben noch Eiweiße und Kohlenhydrate (19%), Rohfaser (Ballaststoffe 10%)  einige wichtige Vitamine (Vitamin E, Vitamin B1) und alle lebensnotwendigen Mineralstoffe (besonders Calcium, Magnesium und Eisen), die Spurenelemente Selen und Kupfer sowie Geschmacks- und Aromastoffe.

Kurz zusammgengefasst enthält Mohn neben wertvollem Nahrungsfett, wichtige Mineralstoffe in beachtlicher Menge.
Ebenso ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit vielen Spurenelementen die für uns wichtig sind gegeben.


 

 

 

 

  

       Waldviertler Mohnhof   I   Familie Greßl   I   Haiden 11, 3631 Ottenschlag   I   Tel.: 02872/7449    I   Fax DW 4 | Email: info@mohnhof.at

 

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